Über AKKu

Aufgrund des steigenden Durchschnittsalters der Bevölkerung und des gleichzeitig schrumpfenden Erwerbspersonenpotenzials ist mit einem Nachwuchsmangel an Arbeitskräften in bestimmten Branchen und Tätigkeiten zu rechnen.

Kleinunternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) und Kleinstunternehmen (bis 9 Beschäftigte, nach Definition der Europäischen Kommission 2003; zusammen: „KuKu“) spielen eine wichtige Rolle in der deutschen Wirtschaft: Sie stellen in Deutschland 96 % der Unternehmen, 41 % der Beschäftigten und fast 20 % des Umsatzes (DESTATIS, 2009). Vom oben genannten Nachwuchsmangel sind KuKu potenziell in besonderer Weise betroffen, da sie in verschiedener Hinsicht (z. B. Jobsicherheit, Entgelthöhe, Aufstiegsmöglichkeiten) mit den Angeboten von Mittelständlern und Großunternehmen nicht konkurrieren können. KuKu können und müssen darauf reagieren, indem sie dem Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit ihrer bestehenden Belegschaften besonderes Augenmerk schenken.

Das Projekt besteht aus den folgenden Kernelementen:

1. Zusammenstellung, Anpassung und Weiterentwicklung von bereits vorhandenen, in verschiedenen (INQA-)Projektzusammenhängen entwickelten Instrumenten zur Analyse und Gestaltung der Arbeit in und mit Kleinst- und Kleinunternehmen (KuKu) unter Einbeziehung der Beschäftigten.

2. Zusammenstellung eines multimedialen AKKu-Werkzeugkastens für KuKu, der vorrangig medial aufbereite Instrumente enthält, z. B. Selbstcheck auf als Webapp, Podcast zu aktuellen KuKu-Themen.

3. Erstellung und Umsetzung von 10 Multiplikatoren-Schulungen mit jeweils 12 Teilnehmenden zur bundesweiten Verbreitung und Umsetzung des AKKu-Werkzeugkastens in mind. 360 KuKu.

4. Transfer des AKKu-Werkzeugkastens und der Umsetzungsergebnisse über Social Media und neue Medien.

 

Gemeinsam mit der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk in Düsseldorf als Projektkoordinator  werden folgende Partner das Projekt AKKu durchführen: Das Beratungsunternehmen d-ialogo, das Institut für Sicherheitstechnik der Universität Wuppertal (IST) sowie der Lehrstuhl und das Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der Universität Aachen (RWTH).

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales , der Initiative Neue Qualität der Arbeit durch die gsub in Berlin.